Schlagwort: Peace

Ein bißchen Frieden

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Little big world

Weihnachten 1944
(Als ich keinen Urlaub bekam)

Wenn es in der Welt dezembert
und der Mond wie ein Kamembert
gelblich rund, mit etwas Schimmel
angetan, am Weihnachtshimmel
heimwärts zu den Seinen irrt
und der Tag stets kürzer wird –
sozusagen wird zum Kurztag –
hat das Christkindlein Geburtstag!

Ach, wie ist man dann vergnügt,
wenn man einen Urlaubt kriegt.
Andrerseits, wie ist man traurig,
wenn es heißt: „Nein, da bedaur ich!“

Also greift man dann entweder
zu dem Blei oder der Feder
und schreibt schleunigst auf Papier
ein Gedicht, wie dieses hier:

Die Berge, die Meere, den Geist und das Leben
hat Gott zum Geschenk uns gemacht;
doch uns auch den Frieden, den Frieden zu geben,
das hat er nicht fertiggebracht!

Wir tasten und irren, vergehen und werden,
wir kämpfen mal so und mal so …
Vielleicht gibt’s doch richtigen Frieden auf Erden?
Vielleicht gerade jetzt? – – Aber wo? …

Heinz Erhardt

Religion

Church in heaven
Church in heaven

 

Von Menschenhand gemacht
Um Animalisches im Menschen zu beherrschen
Triebe zu bremsen
Gelüste zu reglementieren
Natürliches zu entfremden
Menschliches zu beherrschen
Im Gegensatz zum Glauben
Von Gott gegeben
Ohne Grenzen mit Akzeptanz
Zur Menschlichkeit und Schwäche
Gottgewollt und gegeben
Lachen tanzen lieben leben
Das ist die Religion des Glaubens
Akzeptieren annehmen
Tolerieren und respektieren
Freiheit leben und gönnen
Helfen in der Not
Annehmen wagen erforschen
Mutig in die Welt gehen
Kritisch hinterfragen
Spüren fühlen
Sinne verstärken
Sinnlichkeit erleben
Lachen leiden
Fühlen Gefühle zulassen
Glauben zur Religion machen
Liebe leben
Hingabe und Vertrauen
Im Guten wie im Schlechten
Im Zweifel und in der Not
Akzeptieren und sich ergeben
Im Leid
Spüren erkennen
Fühlen und mitfühlen
Leben erleben
Akzeptieren und verstehen
Herz sprechen lassen
Fremdes akzeptieren
Menschen in ihrer Verschiedenheit lieben
Ihre Religion tolerieren
Dann glaube ich
An die Religion
Welche auch immer
Viel wichtiger ist
Der Glaube an den einen
Wie auch immer ihr ihn nennt.
Copyright Sabine Adameit

Sommernacht

Colours of the Night
Colours of the Night

 

Du gibst mir die Ruhe
nach der ich mich sehne
der Duft nach Erde
dein sanfter Atem
bei dir fühle ich mich aufgehoben
hier bin ich zuhause
in dir, deiner Gelassenheit
deiner Stille, deiner geborgenen Dunkelheit
Dein Atem wird zu meinem
dein Himmel beschützt mich
deine Sterne lassen mich erstrahlen
dein Mond scheint nur für mich
Natur so harmonisch
ruht so friedlich in sich
Blüten senken sich im Schlaf
Blätter bedecken mich
zeigen mir
was wirklich wichtig ist
die schönste Zeit
in diesem Leben
eine Sommernacht.
©S.Adameit

Frieden

Es gibt Momente,

da weiß man nicht mehr,

wohin vor lauter Glück,

da wird man ganz still und nachdenklich,

da traut man dem Frieden nicht.

Er ist ja nur innen drinnen,

doch außen sieht es ganz anders aus.

Da bricht die Welt zusammen,

wenn deine Welt gerade heile wird.

Das geht ja gar nicht!

Momente,

so schön, so richtig,

so überwältigend,

aber eben nur innen drinnen.

So gerne würde ich diesen Frieden teilen,

so gerne dieses Gefühl verbreiten,

weitergeben, andere spüren lassen,

doch Frieden gibt es nur,

wenn du mit dir

im Reinen bist.

© Sabine Koss