Schlagwort: Not

Erbarme Dich

Ein bißchen Frieden…
Den Text könnt ihr lesen, wenn ihr den link anklickt
http://arts-of-emotions.de/2015/08/20/erbarme-dich/

Menschlichkeit

We are all connected
In deiner Hand

Glück und Zufriedenheit
Können lethargisch machen
Können lähmen
Unglück und Leid
Soweit weg vom Alltag
Gewalt und Armut
Nur noch Erinnerung
Hunger Arbeitslosigkeit
Schmerzende Einsamkeit
Endlich weit weg
Doch nie vergessen
Immer in Erinnerung
Leid Not Trauer
Verzweiflung Versagen
Existenzangst Selbstzweifel
Ein Leben lang gekämpft
Immer wieder aufgestanden
Immer wieder neu angefangen
Und so viel gelernt
Freude und Trauer
Nah beieinander
Niemals Stillstand
Leben annehmen
Immer wieder
Den Kampf aufnehmen
Mit allen Anforderungen
Allen Unbilden und Glücksmomenten
Nichts möchte ich missen.
Wenn es mir nun gut geht
Werde ich niemals vergessen
Und mich umso mehr
Um Menschen bemühen
Die verzweifeln
Keine Kraft mehr haben
Hilflos und unverschuldet
Leiden müssen
Das Elend der Welt
Kann ich nicht verändern
Meinen Freunden
Meinen Nachbarn
Meinem Gegenüber
Meinen Mitbürgern
Reiche ich meine Hand
Egal welcher Nationalität
Welcher Hautfarbe
Oder Herkunft
Ich hätte nichts gelernt
Aus meinem Leben
Wenn ich nicht helfen würde
Obwohl ich es kann.
Ist das nicht
Der Sinn unseres Daseins?
Annehmen und geben können
Wie es die Situation erlaubt
Sich helfen lassen
Und unterstützen
Wenn ich die Kraft
Und die Möglichkeit habe
Diese Erfahrungen in
Einklang zu bringen
Das zeichnet das
Menschsein aus.
Copyrights Sabine Adameit

Ich habe Angst

 

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Homeless

Ich habe Angst
Wenn ich aufwache
Sind meine paar Habseligkeiten noch da?
Meine warme Jacke, meine Schuhe
Die ich so dringend brauche
Wenn ich wieder
Auf die Waltz gehe
Wenn ich unter Menschen bin
Die mich verachten
Weil ich nicht lebe, wie sie
Weil ich mich dem Hamsterrad entzogen habe
Nicht der Norm entspreche
Nicht aussehe, wie sie
Ich habe Angst
Bei jedem Schritt
Den ich gehe
Ich verstecke mich
Ich weiche aus
Nur nicht auffallen
Bloß nicht anecken
Lasst mich doch
Einfach in Ruhe
Ich will doch nur
Mein kleines Leben leben
Ganz für mich
Was stört euch daran?
Ich tue niemandem etwas
Aber ihr fühlt euch bedroht
Nur weil es mich gibt
Nur weil ich keine Wohnung habe
Ihr nennt mich assozial
Haltet mich für gefährlich
Nur weil ich die Freiheit gewählt habe
Meine kleine Freiheit
Die ich mir jeden Tag
Hart erkämpfen muss
Ohne Absicherung
Ohne Wissen
Wie es morgen weitergeht
Ohne Bleibe, ohne Habe
Es gibt nur mich
Und meine Entscheidung
Ein anderes Leben
Zu führen, als ihr
Ich habe Angst
Einfach nur
Weil es mich gibt.
Ich habe Angst
Wenn ich schlafen gehe
Vor Menschen
Die ihren Hass an mir auslassen
Die mich beleidigen, erniedrigen
Schlagen, töten
Ich habe Angst
Weil ich anders bin.

Copyrights Sabine Adameit

Zeichen setzen

I Love You
I Love You

Und dann…
Stehe ich auf
Ziehe mich an
Höre die Nachrichten
Erlebe die Welt
Fern von meiner
Werde demütig
Und dankbar
Leide mit ihnen
Den Vergessenen
Den Opfern
Unserer Politik
Der Egomanen
Der Schmarotzer
Fühle mich hilflos
Ungerechtigkeit schmerzt
Sie zeigt mir
Meine Machtlosigkeit
Wie kann ich
Mein Leben, diese Welt
Mit der da draußen
In Einklang bringen
Kann ich wirklich nachvollziehen
Was sich dort abspielt?
Ich kann nichts ändern
Ob ich schreie oder weine
Nichts kann ich diesem Leid entgegensetzen
Außer Empathie und Mitgefühl
Außer Beschämung
Nur eines kann ich tun
Mit meinem Verhalten
Ein kleines Zeichen setzen
In meinem kleinen Umfeld helfen
Wo es mir möglich ist
Ein kleines Lächeln
Tut so gut
Das kostet mich nichts
Menschen zeigen und
Sagen, dass ich sie mag
So wie sie sind
Egal welcher Herkunft
Oder Hautfarbe
Einfach nur da sein
Zuhören, unterstützen
Bestärken, Mut machen
Liebe und Zuneigung
Kann man nicht verschwenden.
Copyrights Sabine Adameit

Armut

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In the Ghetto

Wie wird Armut definiert?
Ist es einfach nur der Mangel an Geld?
Ist es nicht auch der Verlust von
Selbstbewußtsein
Nicht mehr dazuzugehören
Akzeptiert zu werden
Weil
Konzerte, zu teuer
Kneipe, geht nicht
Museum kostet Eintritt
Es ist nicht der Hunger
Es ist der Ausschluss aus
Der sozialen Gemeinschaft
Der Kultur und
Den Gemeinsamkeiten,
Die Geld kosten
Kino geht nicht
Zu teuer
Einladen geht nicht
Zu teuer
Geburtstage mitfeiern
Geht nicht
Kein Geld für ein Geschenk
Harz IV raubt
Das Selbstverständnis
Das Selbstwertgefühl
Die Existenz
Es geht nicht nur darum
Den Hunger zu stillen
Armut ist viel existenzieller
Sie raubt jegliche Kommunikation
Jeglichen Anschluss an Gemeinsamkeiten
Wer arm ist
Wird ausgeschlossen
Aus dem Leben
Aus jeglicher Möglichkeit
Den einfachsten, selbstverständlichsten Dingen,
wie Gäste einzuladen
Gemeinsam etwas zu unternehmen
Armut heißt
Nur noch den Körper ernähren zu können
Herz dürstet
Und verhungert
Armut in einem reichen Land
Hungert nicht
Verdurstet nicht
Sie lässt die Seele sterben.
Copyrights Sabine Adameit

Beschämend

Evil
Mensch

Hier und Jetzt
In diesem Moment
Wird eine Katze angezündet
Der Hund zu Tode geprügelt
Ein Kind geschlagen
Vom Vater misshandelt
Vernachlässigt von der Mutter
Erniedrigt, vergewaltigt
Jetzt und Hier
In diesem Moment
Sterben in jeder Sekunde
Tiere, Menschen,
Lebewesen
In der Familie
Im Frieden
Im Krieg
Nebenan brennt eine Moschee
Eine Flüchtlingsunterkunft
Gegenüber wird die Ehefrau verprügelt
Mädchen entführt
Kleine Jungen
Je jünger
Desto besser
Der Menschenhandel floriert
Organe entnommen
Ohne Einwilligung
Früher war alles besser?
Schlimmer als damals
Zu Zeiten der Sklaverei
Ist es
Hier Heute Jetzt
Im 21. Jahrhundert
Unter gebildeten Menschen
Bestialisch wie im Mittelalter
Grausamkeit, Brutalität
Menschenverachung
In organisierten Strukturen
Es lebe die Wissenschaft
Es lebe der Fortschritt
Ein Hoch auf unsere Kultur
Unsere Zivilisation.
Hier und Heute
Jetzt
Es gibt kein
Besser oder schlechter
Im Vergleich zu früher
Das Böse ist und bleibt
Beschämend
Copyright Sabine Adameit