Schlagwort: Freiheit

3. Oktober 2016

tag-der-deutschen-zwietracht
Tag der deutschen Zwietracht

So ein denkwürdiger Tag
Ich durfte ihn erleben
Von der anderen Seite
Ein ganzes Volk hinter Mauern
Nach Jahrzehnten
Wurde es befreit
Ein Volk indoktriniert
Von sozialistischen Zielen
In der Theorie so gut
In der Praxis Folter
Aberkennung eigener Meinung
Linientreue gefördert
Eigenes Denken bestraft
Reisen verboten
Ausreisen erst recht
Ein Volk hinter Mauern
Blick versperrt
Keine Aussicht
Keine Hoffnung
Und gerade darum
Ein Volk steht auf
Wehrt sich
Zeigt seine Macht
Was für ein Tag
Politik, Doktrin
Gibt sich geschlagen
Durch friedlichen Widerstand
Vier Worte bekommen Macht
Wir sind das Volk
Lassen Mauern fallen
Bewirken Freiheit
Einzigartig, überwältigend
Und beispiellos
Der Wille des Volkes
Setzt sich durch
Ohne Waffen
Ohne Attentate
Vier klare Worte
Wir sind das Volk!

Wie wird diese einmalige Bewegung
Heute missbraucht.
Warum schrien sie damals nicht:
Honecker raus?
Sie kamen in ein tolerantes
Demokratisches Land
Und einige „Betroffene“
treten es nun mit Füßen.

Copyright Sabine Adameit

Entscheidung

We are all connected
In deiner Hand

Ganz selbstverständlich aufgewachsen
In einer Demokratie
In der Schule die Greuel
Von Faschismus
Falsch verstandenem Kommunismus
Real anscheinend nicht ausführbarem
Sozialismus erfahren
Die Schrecklichkeiten
Die Menschen sich antun
Jeden Tag erlebt
Vom Glauben gefallen
Weil Gott so etwas duldet
Gezweifelt und gehadert
Mit Gott, den Menschen
Und der ganzen Welt
In so einer Welt
Wollte ich nicht leben
So einen Gott
Wollte ich nicht anbeten
Bis ich erkannte
Dass Grausamkeit und Krieg
Nur von Menschen kommt
Von Gott gemachten Geschöpfen
Aus dem Paradies geworfen
Weil sie Weisheit und Erkenntnis
Nicht annehmen wollen
Nun toben sie sich hier aus
Sicher nicht Gottgefällig
Nur geduldet, Kopfschüttelnd
Mitleiderweckend, erbarmungswürdig
Gott bewahrt uns nicht
Vor unseren Schandtaten
Er hilft uns
Sie zu erkennen
Wenn wir denn bereit sind
Wir treffen die Entscheidung
Saulus oder Paulus zu sein
Das ist unser Los
Seit wir das Paradies verließen
Wir müssen nun selber entscheiden
Welchen Weg
Wir gehen wollen
Empathie oder Faschismus
Extremismus oder Toleranz
Liebe oder Dogmatismus
Menschlichkeit und Verständnis
Oder Egoismus und Hass
Du hast die Wahl
Keiner ist schuld
Nur du bist verantwortlich
Nur du hast die Wahl
Nur du entscheidest
Du bist schuld
Für alles, was
Mit uns geschieht
Nur du prägst deine
Und unsere Welt.
Kein Politiker
Und kein Ausländer
Nur du triffst die Entscheidung
Für eine bessere Welt.
Copyright Sabine Adameit

Kläglich versagt

versagen
Versagen

Trumpede
AfDidiotie
Putiniente
Chinakomplott und
Rechte Gehirnexterne
Irgendwie
Kriegen wir die Welt kaputt
Sehen wir eine Blume
Reissen wir sie aus
Leben wir in einer Demokratie
Erkennen wir sie nicht
Sind wir reich
Machen wir andere arm
Haben wir Macht
Lassen wir sie an Hilflosen aus
Sind wir sozial eingestellt
Werden wir ausgelacht
Sind wir unwissend, aber erfolgreich
Werden wir angehimmelt
Glauben wir an Gott
Werden wir verfolgt
Leben wir in einem armen Land
Sind wir nichts wert
Leben wir im reichen Land
Ohne erfolgreich zu sein
Staut sich Wut auf
Hass auf noch Ärmere
Wird zur Brutstätte für Radikale
Reichtum ist Verpflichtung
Anderen zu helfen
Die weniger Glück, Können
Oder Wissen haben
Darauf baut sich eine soziale Gesellschaft auf
Egoismus, Eigeninteresse
Unwissenheit und Gedankenlosigkeit
Scheinen die Sieger zu sein
Der Mensch als soziales Wesen
Hat kläglich versagt.
Copyright Sabine Adameit

 

Nur du allein

Ich weine

Satt und zufrieden
Im Lehnstuhl
Beobachten wir die Welt
Über Internet, Fernsehen und Radio
Erfahren wir die Welt
Not und Leid
Engagement und Empathie
Hass und Brutalität
Quälen und Foltern
Alles bekommen wir live ins Haus
Armut und Besorgnis
Ängste und Hilflosigkeit
Dummheit und Verschrobenheit
Perversitäten und Irrsinn
Alles frei Haus
Zum Frühstück und zum Abendessen
Sehen wir mit an
Wie Menschen hungern
Kinder misshandelt werden
Tiere erforscht werden
Um auf dem neuesten Stand
Der Medizin oder Kosmetik zu sein
Unser Kater liegt auf dem Schoß
Der Hund in seinem Bettchen
Das Kind schläft wohlbehütet
Wir sehen, wir erfahren
Jeden Tag, dass friedliches Miteineinander
Nicht selbstverständlich ist.
Jeder Mensch beschwert sich über Missstände
Er macht die Politik
Die Wirtschaft verantwortlich
Und vergisst dabei
Dass sein kleines friedliches Zuhause
Ohne Streit, ohne Aggressionen
Der Anfang ist
Diese Welt zu ändern
Nur im Kleinen können wir etwas beitragen
Zu einer friedlichen Welt
Wie ein Sandkorn zum anderen findet
Um eine mächtige Wüste zu werden
Mensch wann wirst du verstehen
Das nur du
Du ganz alleine
Für alles verantwortlich bist
Was in dieser Welt geschieht.
Copyright S. Adameit

Religion

Church in heaven
Church in heaven

 

Von Menschenhand gemacht
Um Animalisches im Menschen zu beherrschen
Triebe zu bremsen
Gelüste zu reglementieren
Natürliches zu entfremden
Menschliches zu beherrschen
Im Gegensatz zum Glauben
Von Gott gegeben
Ohne Grenzen mit Akzeptanz
Zur Menschlichkeit und Schwäche
Gottgewollt und gegeben
Lachen tanzen lieben leben
Das ist die Religion des Glaubens
Akzeptieren annehmen
Tolerieren und respektieren
Freiheit leben und gönnen
Helfen in der Not
Annehmen wagen erforschen
Mutig in die Welt gehen
Kritisch hinterfragen
Spüren fühlen
Sinne verstärken
Sinnlichkeit erleben
Lachen leiden
Fühlen Gefühle zulassen
Glauben zur Religion machen
Liebe leben
Hingabe und Vertrauen
Im Guten wie im Schlechten
Im Zweifel und in der Not
Akzeptieren und sich ergeben
Im Leid
Spüren erkennen
Fühlen und mitfühlen
Leben erleben
Akzeptieren und verstehen
Herz sprechen lassen
Fremdes akzeptieren
Menschen in ihrer Verschiedenheit lieben
Ihre Religion tolerieren
Dann glaube ich
An die Religion
Welche auch immer
Viel wichtiger ist
Der Glaube an den einen
Wie auch immer ihr ihn nennt.
Copyright Sabine Adameit

Sommernacht

Colours of the Night
Colours of the Night

 

Du gibst mir die Ruhe
nach der ich mich sehne
der Duft nach Erde
dein sanfter Atem
bei dir fühle ich mich aufgehoben
hier bin ich zuhause
in dir, deiner Gelassenheit
deiner Stille, deiner geborgenen Dunkelheit
Dein Atem wird zu meinem
dein Himmel beschützt mich
deine Sterne lassen mich erstrahlen
dein Mond scheint nur für mich
Natur so harmonisch
ruht so friedlich in sich
Blüten senken sich im Schlaf
Blätter bedecken mich
zeigen mir
was wirklich wichtig ist
die schönste Zeit
in diesem Leben
eine Sommernacht.
©S.Adameit