Monat: Juli 2016

Demokratie ist …

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Meinungsfreiheit
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Online World

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Realität

 

Online World

Aufwachen, Smartfon an
Tablet ist bereit
SNs anschalten
lesen, ärgern,
kommentieren,
Zeit verschwenden.
Würde ich mich im wahren Leben
mit Menschen auseinandersetzen,
mit deren Einstellung ich mich
überhaupt nicht identifizieren kann?
Ich habe gelernt,
mir im wahren Leben
meinen Bekanntenkreis
sehr bewusst auszuwählen.
Das praktiziere ich auch im Netzwerk.
Ich lese Menschen,
die, obwohl stolze Deutsche,
ihrer eigenen Sprache
in Wort und Schrift nicht mächtig sind.
Sie reden von Kultur
und haben noch nie Hesse gelesen.
Ich lese Hasstiraden, Pauschalisierungen,
Kommentare ohne Substanz
oft beleidigend, diffamierend, verletzend.
Sie sind mir keiner Antwort wert.
Im realen Leben meide ich Proleten,
warum sollte ich online
meine Zeit dafür opfern?
Ich diskutiere gerne sachlich
über Inhalte und unterschiedliche Meinungen,
mit Menschen, die ich mir aussuche.
Das erlaube ich mir,
hier zu selektieren.
Ich kann nicht die Welt retten
und ich kann Nazis, AfDlern
und anderen desorientierten Menschen
die Welt nicht erklären
und ich will es auch nicht.
Ich kann mich mit Usern auseinandersetzen,
mit Menschen, die an Themen und Inhalten interessiert sind.
Das ist spannend und bereichernd,
besonders, wenn man unterschiedlicher Meinung ist.
Aber dazu gehört eine gemeinsame Augenhöhe.
Wenn diese nicht gegeben ist,
ist mir meine Lebenszeit zu schade,
sie mit Unwissenden, an Inhalten Desinteressierten
zu verschwenden.
SNs sind eine tolle Sache,
aber man muss damit umgehen können,
man darf sich nicht
von ihnen verschlingen lassen.
Kleine Pausen von SNs
sind oft sehr hilfreich,
um wieder in die Realität zu kommen
und zu realisieren,
dass das Netz eine große Chance,
aber auch eine große Gefahr ist.
©Sabine Adameit

Einfach abschalten

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Home

 

Im Garten sitzen, Sonne und Abendstimmung genießen, tief Luft holen, Natur einsaugen.
Doch die Nachrichten holen mich ein. Tablet und Handy informieren mich über die neuesten Schrecklichkeiten. Kann man wirklich noch abschalten, relaxen, genießen, angesichts des Elends in dieser Welt, das einen immer und überall daran erinnert, dass nichts, aber auch gar nichts in Ordnung ist.
Darf man sich in diesen Zeiten einfach zurücklehnen und genießen, weil man selber nicht direkt betroffen ist? Kann man sich diesem Elend entziehen? Ich kann diese Not, den Krieg, diese Grausamkeiten nicht verhindern, aber irgendwie fühle ich mich immer mitschuldig, wenn Menschen anderen Leid zufügen. Ich gehöre nun mal zu dieser Spezies. Ich bin zwar für deren Tun nicht verantwortlich, aber ich frage mich dennoch, was macht Menschen zu Tätern, Attentätern, Amokläufern, Kriegstreibern, Hetzern, Rassisten?
Wir haben doch alle dieselben Wurzeln. Wir bestehen darauf, dass wir uns durch Bewusstsein und Verstand abheben von den angeblich so brutalen, animalischen Tieren. Manchmal denke ich mittlerweile, Tiere haben den Menschen einiges voraus. Aber ich schweife ab.

Ich will entspannen, abschalten. Es gelingt mir nicht. Die Nachrichten sind allgegenwärtig. Vorbei die Zeiten, wo man um 20 Uhr die Nachrichten anstellte, sie waren weit weg. Dann gab es wieder das eigene kleine Leben.
Heute informiert mich mein Smartfon über alles, was gerade in dieser Welt geschieht. Ich kann mich dem nicht entziehen, es sei denn, ich stelle mein Handy aus, aber das geht ja gar nicht.
Was haben wir bloß früher ohne diesen Zeitsauger gemacht? Heute kriege ich schon einen kleinen Panikanfall, wenn ich zum Einkaufen fahre und ich ihn vergesse. Ich bin nicht erreichbar und ich kann keinen erreichen, wenn irgendetwas passiert.
Wie hat sich unser Leben verändert. Wie hat sich unsere Lebensqualität verändert. Ist das wirklich eine positive Entwicklung? Egal, man kann sie nicht mehr zurück schrauben. Sie hat, wie immer ihre Vor- und Nachteile. In der Welt tobt der Krieg, die Not, das Leid und alles findet hier direkt bei mir zuhause statt, wenn ich es an mich heran lasse. 

Aber ich will jetzt mal abschalten. Ich will genießen.

Ich sitze im Garten und genieße die Stille, die Ruhe.
Und ich danke Gott, dass es mir so unvorstellbar gut geht.
©Sabine Adameit

Ich halte das nicht mehr aus

Terror II
Terror

Redaktionen werden überfallen Menschen gelyncht
Hotelgäste werden in ihrem Urlaubsort erschossen
Harmloses Feuerwerk in Nizza wird zum Massaker
Kinder werden im Namen einer wirren
missverstandenen Religion massenweise entführt
Norwegen ist im Schockzustand
weil ein Verrückter Jugendliche auf einer Insel niedermetzelt
Obdachlose werden zu Tode getrampelt
Flüchtlingsheime brennen
Nazis bevölkern wieder lauthals die Straßen
Türken bejubeln einen Diktator
USA wählt einen Psycho zum Präsidentschaftskandidaten
Nach Solidarność nun ein starker Rechtsruck in Polen
Österreich noch rechter denn je
Putin macht aus Russland eine Monarchie
England wählt den Brexit
und einen rechtsradikalen Außenminister
EU schließt die Grenzen
Ich halte das alles nicht mehr aus
Ich verzweifle
Was macht ihr aus dieser schönen Welt?
©S.Adameit