Monat: Dezember 2015

Abschied

Wieder einmal

verlässt es uns

der Himmel trägt Trauer

die Wolken ziehen

eilig hinter ihm her

so schnell,

wie es vorbeiflog

man könnte meinen,

es hatte Angst,

etwas zu versäumen,

genau wie wir

hetzte es durch die Tage

alles mitnehmen

alles auskosten

nur nichts verpassen.

Es grüßt wehmütig

traurig, freundlich,

hoffnungsvoll, ergeben,

das alte nun

das neue Jahr.

 

©S. Adameit

2015 im Rückblick

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2015 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Ein New York City U-Bahnzug fasst 1.200 Menschen. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 5.800 mal besucht. Um die gleiche Anzahl von Personen mit einem New York City U-Bahnzug zu befördern wären etwa 5 Fahrten nötig.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Von allem reichlich

Dach überm Kopf

Schönes Auto

Essen immer reichlich

Trinken zu jeder Zeit

Wasser aus dem Hahn

mal warm, mal kalt

alles nach Wunsch

Warmes Bett

Schönes Ambiente

Mann gesund

Tiere gesund

Blick in die Natur

Nachbarn nur,

wenn gewollt.

Himmel, wie aus dem Bilderbuch

Das Gras riecht nach Frühling

Gibt es noch mehr,

was man sich wünschen kann?

Von allem so reichlich

so viel Dankbarkeit

kann es gar nicht geben

So harmonisch

unvorstellbar schön

wenn man alles hat

keinen Mangel leiden muss

Ich wünschte,

jeder dürfte

so eine Gnade erleben.

©Sabine Adameit

 

Wienacht

Wiehnacht,

so scheun dies Joar,

strohlt un schient,

worm un wiech,

hept jo n goatn Grund,

Christkind wör born.

Wi freud uns mit

und  fiern ook,

dat loten wi uns nich entgehn,

wi  zündeln Kerzen on

und singn Hosjanna,

moken Geschenke

un sien so lev midnanner,

Wiehnacht, auch ohne Winners,

scheun un besinnlich,

eenmol im Joar,

jümmers wedder  scheun! 🎄

 

©S.Adameit

 

 

 

Zu schön

Zu schön,

diese Momente,

wenn du mich anstrahlst,

mit deinen klaren,

blauen Augen,

in denen Sterne funkeln.

Wenn dein Mund

mich weich anlächelt,

meine Lippen sanft berührt.

Wenn du liebevoll

meine Hand in deine nimmst,

wenn du mir jeden Wunsch

von den Augen abliest.

Zu süß,

wenn du böse wirst,

mich und deine Welt

nicht mehr verstehst.

Wie ein kleiner Junge,

der so viele Fragen hat,

auf die er keine

Antworten bekommt.

Zu lieb,

wenn du dich bemühst,

mir alles recht zu machen,

mich auf Händen zu tragen,

auch wenn ich manchmal

verdammt schwer

zu nehmen bin.

Zu schön,

dass du bei mir bist,

für mich und mit mir.

Zu schön,

dass es dich gibt.

©Sabine Adameit

Später

Meine kleine Diva,

sie, die es nie war,

pellt sich in ihre

Leberwurst, kriecht

in ihre Hülle.

Schmollt im Kämmerlein,

wo sie jammern kann,

ohne zu verletzen,

denn das würde auch sie

dann schmerzen, weil

schnell Worte fallen,

die einfach nur

weh tun sollen.

Tränen werden sie benetzen,

denn die Welt ist so ungerecht,

speziell diese eine, jene,

welche, die so unbarmherzig,

böse vermeintliche

Wahrheiten verbreitet

und sie verleitet zu

Stichen, Hieben,

Bösartigkeiten, die

gar nicht artig sind.

Krüllt sich in die Ecke

und hadert mit mir

und überhaupt mit allem.

Später werden wir

darüber lachen und

unsere Scherze machen.

Später, wenn wir uns

in die Arme nehmen,

wenn das Feuerwerk vorbei ist.

Später wissen wir,

wie albern wir wieder waren,

wie unnötig solch Explosionen sind,

wie unwichtig es war,

sich so zu ärgern,

einfach lächerlich.

Später werden wir

uns wieder nah sein

und wissen,

was wirklich wichtig ist.

©Sabine Adameit