Monat: November 2015

Sturm

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Wolken

Der Mond hat ein Tempo heute,
die Wolken flüchten vor ihm,
die Sterne halten sich wacker.
Sie lassen sich nicht vertreiben.

Sturm du wildes Element,
musst unbedingt deinen Kopf durchsetzen.
Fegst durch die Weiden,
zerrst an den Bäumen.

Nimmst alles mit,
was dir nichts entgegensetzt.
Wild und ungestüm,
wie ein junges Fohlen.

Tobst und wütest,
lärmst und stiebst,
als ob es nur noch dich gibt,
den Gewaltigen, den Unerbittlichen.

Reinigst, räumst auf,
ohne zu fragen,
pfeifst dein Lied,
in allen Oktaven.

Sturm, du Macht der Natur,
du Herrscher über die Stille,
du Hand Gottes.
Machst, was du willst.

Nach dir kommt die Ruhe,
der Frieden, alles gereinigt,
fein sortiert und aufgeräumt.
Nun können wir neu beginnen.

Copyrights S. Adameit

Glücklich sein

Glück

das Gefühl

einfach so

du bist da

es geht mir gut

ich bin zufrieden?

Nein, viel zu wenig

um diese Tiefe

auch nur annähernd

zu beschreiben

Es ist wie

high sein

ungedopt

wie mit

allen Sinnen

sich und

sein Umfeld genießen

ganz mit sich

im Reinen

Glück

das einfach so

in mich hineinfließt

das einfach so

leuchtet, strahlt

einfach so

von innen

Glück

das größte Gefühl

das Schönste

das Unverdiente

eben einfach

Glück.

©Sabine Adameit

 

 

 

Armer Mensch

Tod, Schmerz, Leid,

wo auch immer auf der Welt,

erzeugt von Menschen,

von Dummheit, Ignoranz

und Geldgier,

Hass, Neid oder

Sendungsbewußtsein.

Tod, Schmerz, Leid,

Schrecken von

Menschenhand erzeugt.

Von verirrten Gemütern

im Namen eines

goldenen Kalbes,

im Namen einer

falsch verstandenen Religion.

Menschen zerstört

von Menschenhand.

Töten, Schlachten, Morden,

Hand an sich legen,

im Namen Gottes.

Wie kann Mensch

solch Irrwege gehen?

Wie kann ich dem

entgegentreten,

was kann ich dem entgegnen?

Die einzige Antwort,

die ich finde,

entspringt aus Herz,

Gefühl und Liebe.

Entspringt aus dem,

was mir mein

allmächtiger Gott

jedem Menschen

in die Wiege legt…

Liebe deinen Nächsten,

wie dich selbst.

Armer Mensch,

der du keine Liebe für dich findest.

©Sabine Adameit

Zukunft

Der erste Schritt,

unbeholfen,

immer mit Stolpern verbunden,

führt zum Fall.

Der zweite Schritt,

zaghaft, behutsam,

manchmal gelingt er.

Der dritte Schritt,

überlegt und wohl gesetzt,

viel wagender und

von Erfolg gekrönt.

Aus Schritten entsteht der Gang,

schwankend erst,

behutsam,

dann bedacht und aufrecht.

Mutig setze ich

Schritt vor Schritt,

immer wieder neu,

der Gang hinein

ins Unerforschte,

Unbekannte,

in eine Zukunft,

die ich gestalte,

die geschrieben steht,

schon lange,

bevor ich sie kannte.

©Sabine Koss